Achtsamkeit üben

Achtsamkeit übenViele Tätigkeiten des täglichen Lebens geschehen nahezu vollkommen unbewusst. Unter Routine erfolgt vieles ganz automatisch. Das eigene Bewusstsein tritt in den Hintergrund. Was rings herum geschieht, bleibt gleichfalls größtenteils außer Acht. Mit wachen Sinnen durchs Leben gehen sieht anders aus. Mit der nötigen Achtsamkeit wird jeder Augenblick bewusst erlebt. Die Blumen am Wegrand, die vorher keine Beachtung fanden,  fallen nun ins Blickfeld. Ähnlich verhält es sich mit dem zwitschernden Vogel und vielen anderen Dingen. Achtsamkeit sollte aber nicht mit Konzentration verwechselt werden. Beim Konzentrieren ist der Blick lediglich auf eine Sache gerichtet. Achtsamkeit sieht stattdessen keine einengende Sichtweise vor. Im Gegenteil, die Aufmerksamkeit liegt breit gestreut und bezieht sich auf alle unsere Sinne.

Durch Achtsamkeit im Hier und Jetzt leben

Wer sich achtsam verhält, seinen Handlungen und dem Umfeld Aufmerksamkeit schenkt, stoppt den fortwährenden Gedankenstrom, der sich in der Regel um die Vergangenheit oder um die Zukunft dreht. Entweder wird über bereits Vergangenes oder um eine Aktion in der Zukunft nachgedacht. Diese beiden Zeitebenen liegen aber nicht im unmittelbaren Zugriffsbereich. Nur die Gegenwart gewährt einen Eingriff. Durch die ständigen Gedanken wird, drastisch ausgedrückt, die Gegenwart verpasst. Eine aufmerksamkeitsbezogene Haltung gestattet ein Leben im Heute.

Achtsamkeit üben, die eigene Person betreffend

Ein bewusstes Leben schließt die Achtsamkeit für sich selbst ein. Nicht selten nehmen Partner, Kinder, Eltern, Freunde und Arbeitskollegen derart wichtige Rollen ein, dass für die eigene Person keine Zeit mehr bleibt. Dabei benötigen Körper und Geist mindestens die gleiche Aufmerksamkeit. Werden die eigenen Bedürfnisse und Gefühle ernst genommen, stellt sich Zufriedenheit ein, ohne die es Glück nicht geben kann. Achtsamkeit üben fängt am besten beim Alltäglichen an, wie etwa beim Duschen. Die Haut spürt, wie das warme Wasser auf die Haut trifft. Die Ohren hören das Aufklatschen des Wassers. Die Nase riecht den wunderbaren Duft des Duschgels………..

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Eine Antwort auf Achtsamkeit üben

  1. Das ist ein sehr guter Artikel. Ich leide seit Jahren unter Rückenschmerzen, bedingt durch jahrelanges Tennisspielen ohne Ausgleich. Da rächt sich die einseitige Belastung. Ich habe alles mögliche ausprobiert und habe schlussendlich den Tipp bekommen, mit Yoga anzufangen. Die Kombination aus Physiotherapie zur Entspannung und Yoga hat zum Erfolg geführt, ich kann endlich wieder schmerzfrei spielen! Gleichzeitig hat Yoga die Wirkung, dass man alles bewuster wahrnehmen kann. Das leben ist nicht mehr nur durch Rückenschmerzen geplagt, sondern man kann in der Gegenwart leben und sich einfach wohlfühlen.

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