Baummagie: Tanne

Baummagie TanneDer Tannenbaum verkörpert hinsichtlich seiner mystischen Bedeutung in erster Linie das männliche Prinzip. Ob dieser Aspekt auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass seine Zapfen aufrecht wachsen, sei dahingestellt. Aber wahrscheinlich trifft diese Vermutung tatsächlich zu. Fichtenzapfen hängen, im Gegensatz dazu, herunter. Die Früchte der Tanne, die nur im oberen Bereich des Baums heranwachsen, fallen nicht herab auf die Erde. Sie zerbröseln im Laufe der Zeit an den Ästen, nachdem sich Eichhörnchen und Vögel an ihnen bedient haben. Es handelt sich um einseitige geflügelte Samen. Durch das hauchdünne „Anhängsel“ können sich die Samen vom Wind tragen lassen. Diese Funktion gestattet eine Ausbreitung an entfernter gelegene Orte. Fälschlicherweise werden häufig alle im Wald auf dem Boden liegenden Fortpflanzungsorgane von Nadelbäumen als Tannenzapfen bezeichnet. Dabei stammen die abgeworfenen Zapfen von Kiefern (eiförmig-längliche Zapfen), von Fichten (bis zu 20 cm lange Zapfen) oder von Lärchen (eiförmige bis 4 cm lange Zapfen).

Der Lebensraum der Tanne

Baummagie Tanne MystikIn unseren Gefilden kommt in aller Regel die Weiß-Tanne vor, erkennbar an ihrer silbern schimmernden Rinde. Was die Ansprüche an den Boden betrifft, sind Weißtannen nicht allzu wählerisch. Kalk und schwere Böden sind kein Problem, wobei ein nährstoffreiches Erdreich und ausreichende Wasserversorgung die besten Bedingungen bieten. Empfindlich reagieren Tannen auf Klimaveränderung und Umweltverschmutzung. Noch bevor das Waldsterben zum Thema wurde, fand in den 70er Jahren ein Tannensterben statt. Weil Rehe die jungen Tannentrieb zu ihrer bevorzugten Nahrung zählen, können sich die Jungpflanzen nicht entwickeln, es sei denn, die Gewächse befinden sich vor Wild sicher geschützt auf einer eingezäunten Fläche. Hinzu kommt noch die Tannentrieblaus, die als eingeschleppter Schädling Triebe und Äste befällt. Im schlimmsten Fall stirbt die Krone langsam ab. Die Tanne hat sich rar gemacht in unseren Wäldern. Größere Bestände kommen nur noch im Schwarzwald, im Bayerischen Wald und in den Alpenregionen vor.

Baummagie: Tanne und ihre Mystik

Tannen erreichen eine Höhe von bis zu 70 m. Ein stabiles Pfahlwurzelsystem gewährt den Nadelbäumen den nötigen Halt. Bei unseren Vorfahren repräsentierte die Tanne den Lebenswillen, die Fruchtbarkeit und die Unsterblichkeit. Sie versinnbildlichte die Wiedergeburt. Aus diesem Grund holten sich früher die Menschen im Winter Tannenzweige ins Haus. Die immergrünen Zweige waren der Beweis, dass die im Herbst abgestorbene Natur im Frühjahr aufs Neue erwacht. Heute befinden sich in unseren Wohnzimmern Weihnachtsbäume, meist Tannenbäume, die nun in direktem Zusammenhang mit der Weihnachtsgeschichte und der Geburt Jesus stehen.

Die Tanne im Baumtarot

Tanne MystikIm Baumtarot nimmt die Tanne den Platz des Fürsten bzw. des Herrschers ein und verkörpert damit den Vater-Archetyp. So wie die tiefen Wurzeln dem Tannenbaum einen festen Stand verleihen, sorgt der Fürst bzw. der Herrscher für Stabilität und Sicherheit. Er zeichnet sich durch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein aus. Er zögert nicht lange, sondern handelt und packt an. Realismus, Objektivität und Gerechtigkeit stehen im Vordergrund. Die Krone des Herrschers symbolisiert den festen Willen, sein Bart die Weisheit und das Zepter die Lebenskraft.

Die Tanne im Baumhoroskop

Im keltischen Baumhoroskop werden vom 02.01 bis 11.01. und vom 05.07. bis 14.07. Geborene der Tanne zugeordnet. Für unsere keltischen Vorfahren war ein Tannenwald ein geheimnisvoller Ort, in dem sich viel Mystisches ereignet. Ebenso undurchschaubar erscheinen die Tannengeborenen. Sie zu verstehen gelingt bisweilen nur mit großen Schwierigkeiten oder gar nicht. Ein Teil von ihnen reagiert eher stur, während ein anderer Teil zu großer Zuneigung fähig ist. Im Zeichen der Tanne geborene Menschen fühlen sich in einem Zwiespalt: Einerseits möchten sie frei und unabhängig sein, andererseits suchen sie Schutz und Geborgenheit. Ehrgeiz gehört ebenfalls zu ihren typischen Charaktereigenschaften.

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