Beltane – das keltische Mondfest zur Walpurgisnacht

WalpurgisnachtUnsere keltischen Vorfahren kannten nur zwei Jahreszeiten: das Sommer- und das Winterhalbjahr. Frühjahr und Herbst waren ihnen nicht geläufig. Der Sommer, die schöne und helle Jahreszeit, wird von Beltane eingeläutet und der Winter, die dunkle und kalte Hälfte des Jahres, beginnt an Samhain (Allerheiligen bzw. Helloween). Innerhalb des keltischen Jahreskreises nehmen die beiden Mondfeste die jeweils gegenüberliegende Position ein. Da an Samhain ein keltisches Jahr begann, liegt Beltane exakt auf der Hälfte der Strecke.

Den Sommer begrüßen

Für die Kelten war Beltane eine Willkommensfeier zu Ehren der Sonne. Große, helle Feuer sollten ihr den Weg geleiten und sie aufs Herzlichste begrüßen. Angezündet wurden die Feuerstellen am Abend,  begleitet von Musik und Tanz. Weil Beltane ein Mondfest war, fanden die Feierlichken abends bis in die tiefe Nacht statt. Das erste maigrüne Laub galt als Symbol des Feiertages. Häuser, Wohnungen und Stallungen wurden damit geschmückt, damit der Sommer in die Gebäude einzieht. Der Maibaum, der auch heute noch in vielen Dörfern am Vorabend des 1. Mai aufgestellt wird, hat in diesem alten Brauch seinen Ursprung. Das Krönen einer Maikönigin gibt es ebenfalls schon sehr lange. Sie verkörperte einst die Göttin, die für die Natur und die Fruchtbarkeit der Felder und Bäume zuständig war.

Der genaue Zeitpunkt für die Beltane-Feier

Beltane fiel bei unseren keltischen Vorfahren stets exakt auf den 5. Vollmond nach Jule, der alljährlich um den 1. Mai den Nachthimmel erhellt. Einen Fixtermin gab es somit nicht. In 2013 fällt der 5. Vollmond nach Jule und somit auch das keltische Mondfest Beltane nach MEZ auf den 25. April um 21:57:06 Uhr.

Walpurgisnacht

Zur Zeit der Kelten gab es keine Walpurgisnacht und auch keine Hexen. Beides sind Erfindungen der Kirche. Der Name für die Nacht am 30. April geht auf die Heilige Walpurga (Walburga) zurück, die im 8. Jahrhundert als Missionarin tätig war. Nach Aussage der Kirche vertrieb sie die Hexen. In Wahrheit wurden auf Geheiß der Kirche alte Ritualplätze und die alten Traditionen der Heiden zerstört, die gar keine Ungläubigen waren. Ihr Glaube entsprach nur nicht den Vorstellungen der Kirche, deshalb musste er weichen. Geblieben ist die Sage von der Walpurgisnacht, in der die furchterregenden Hexen auf Besen zum Brocken fliegen und dort ihr Hexenfest feiern.

siehe: Keltischer Jahreskreis

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