Downshifting

Downshifting - Freude am LebenMuss erst das englische Wort Downshifting herbeigeholt werden, um zu erkennen, dass es auch einfacher geht? Downshifting heißt übersetzt nichts anderes als „Herunterschalten“. Gemeint ist damit die Drosselung des täglichen Aufwands, der nötig ist, um ein konsumorientiertes Leben führen zu können. Das große Auto, der Luxusurlaub und die teure Bekleidung kosten schließlich jede Menge Geld. Damit die Finanzierung funktioniert, muss das Einkommen stimmen. Stress und Hektik sind somit vorprogrammiert. Downshifting sieht eine Kürzung der Ausgaben vor, damit die körperliche und psychische Verausgabung für die Einnahmen gemindert werden kann. Geht bei der Umsetzung aber nicht ein großer Teil an Lebensqualität verloren? Überzeugte Downshifter beantworten diese Frage mit einem klaren „Nein“.

Freude an den „kleinen Dingen“ des Lebens

Wer viel arbeitet, verfügt über wenig Zeit für sich selbst. Die Familie kommt in der Regel auch zu kurz. Downshifting stellt das Privatleben in den Vordergrund, die Freizeit erhält sogar ein sehr hohes Maß an Wertschätzung. Auf das Prestigedenken wird komplett verzichtet, schließlich muss niemandem ein Leben im Wohlstand bewiesen werden. Es reicht vollkommen aus, es selbst zu wissen, wobei Überfluss nicht zwangsweise mit Materiellem einhergeht. Downshifter wissen, dass sich Fülle auch mit Liebe, Zufriedenheit, Freude und Glück interpretieren lässt. Wahrer Genuss ist für gewöhnlich sowieso nicht mit einer Geldausgabe verbunden. Viel Besitz schränkt ein, denn er nimmt wiederum einen Teil der Freizeit in Anspruch, denn er muss gehegt und gepflegt werden.

Bezeichnungen mit gleichem Bedeutungsinhalt

Es existieren noch weitere gängige Begriffe aus dem angelsächsischen Sprachraum, die vom Prinzip her das Gleiche wie Downshifting zum Ausdruck bringen. Simple Living wird schon etwas länger für eine einfache Lebensweise verwendet und Voluntary Simplicity weist ausdrucklich auf die selbst gewählte Einfachheit hin, was sicherlich eine klare Abgrenzung zur Armut betonen soll. Einfaches Leben kommt im Deutschen dem Grundgedanken für Downshifting wahrscheinlich am nächsten. Manchmal ist auch vom Minimalismus die Rede. Die Frage nach dem Sinn einer Anschaffung nimmt beim Downshifting einen hohen Stellenwert ein. Wer vor jedem Kauf die tatsächliche Notwendigkeit infrage stellt, merkt immer mehr, dass auf viele Investitionen schlichtweg verzichtet werden kann.

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