Seelenreisen

SeelenreisenSeelenreisen sind Reisen ins eigene Unterbewusstsein. Alles was wichtig ist, finden wir nur in uns selber. Wie aber können wir unser Inneres zum Sprechen bringen? – Indem wir tief in uns gehen und darauf hören, was uns unsere Seele zu sagen hat. Klingt eigentlich sehr logisch, oder?
Aber wie genau soll das funktionieren? – Mit Meditation und Visualisierungsübungen. Mit der Zeit kommen die ersten Bilder aus dem Unterbewusstsein hervor, denen so nach und nach auch die Vertonung folgt.

Die Indianer vertrauten auf ihre Totemtiere, die ihnen in schamanischen Geistreisen Kraft, Hilfe und Trost spendeten. Bereits C. G. Jung experimentierte mit Seelenreisen. Er stellte u. a. fest, dass wir alle ein kollektives Unterbewusstsein haben und nannte, Symbole, die in allen uns ähnliche Assoziationen hervorrufen, Archetypen nannte er sie. Natürlich kann die Bedeutung für jeden Einzelnen durch eigene gemachte Erfahrungen mehr oder weniger abweichen. Aber oftmals sind die Grundbedeutungen die gleichen.

Psychoanalytiker sagen, dass wir wir alles, was wir erlebt haben, in unserem Unterbewusstsein speichern. Nichts, aber auch gar nichts, geht verloren, nur kann sich unser Bewusstsein nicht mehr an alles erinnern. Unsere Reaktionen resultieren somit zum großen Teil aus all unseren gespeicherten Erfahrungen, die bei entsprechenden Impulsen in Computergeschwindigkeit durchforstet werden. Um negative Gefühle wie Angst, Panikattacken oder auch körperliche Beschwerden zu heilen, ist oftmals eine Umschreibung der Festplatte von Nöten. Seelenreisen eignen sich auch dazu wunderbar. Situationen können tatsächlich noch einmal  im Unterbewusstsein durchlebt werden und da Seelenreisen im luziden Zustand erfolgen, haben wir jetzt die Möglichkeit, die Situation nach unserem Belieben zu steuern. Dadurch werden unter anderem vorhandene Probleme aufgearbeitet.

Aber Achtung:
Regelmäßiges Seelenreisen schwappt in Reality über. Wer an Althergebrachtem festklebt und Veränderungen ablehnt, sollte lieber auf das Reisen verzichten. Umbrüche treten peu a peu ein, Blockaden werden gelockert und abgebaut, Fesseln gesprengt und Ängste lösen sich in Luft auf. Neue Möglichkeiten tun sich auf und last but not least, die Bandbreite der Gefühle erweitert sich und zwar in beide Richtungen. Nie vorher gekannte Emotionen, die unterdrückt waren, kommen hoch. Erstaunlicherweise werden aber auch viel intensivere Glücksmomente erlebt. Es scheint so, als sei man vorher tot oder eingefroren gewesen. Im Gegenzug wird aber auch für gewöhnlich mehr Ablehnung gegen Dinge und Personen verspürt, die laut Bauchgefühl nicht (oder nicht mehr) stimmig sind.

Authentizität nimmt automatisch einen viel höheren Stellenwert ein. Diese Veränderungen machen das Leben oftmals nicht gerade einfacher, aber dafür umso spannender, intensiver und impulsiver. Abhängigkeiten und emotionale Erpressungen werden unterträglich, denn dafür ist das Leben viel zu kostbar geworden. Klar, gibt es auch noch Rückfälle in alte Muster. „Nobody is perfect!“. Was ist dann zu tun? Seelenreisen natürlich. Denn es kommt beim Reisen immer das dran, was am dringlichsten ist.

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