Zwei Gesichter haben (Falschheit)

zwei gesichter haben FalschheitWas genau ist gemeint, wenn es heißt, eine Person habe zwei Gesichter?
Grundsätzlich: Eine solche Aussage darf nicht mit dem „zweiten Gesicht“ verwechselt werden, denn hierbei geht es um hellseherische Fähigkeiten. Zwei Gesichter haben bedeutet dagegen, dass sich jemand ganz bewusst je nach Situation anders verhält. Es ist vollkommen normal, dass Menschen bei Gefühlen wie Überraschung, Wut, Angst oder Ekel eine jeweils eigene Mimik zur Schau tragen. Diese Tatsache zugrunde gelegt, hätten aber alle Menschen nicht nur zwei, sondern noch viel mehr Gesichter. Von zwei Gesichtern ist für gewöhnlich die Rede, wenn sich Zeitgenossen einerseits bei ihren Mitmenschen einschmeicheln, schöntun und nach dem Munde reden, und andererseits, wenn das Gespräch beendet ist, die betreffende Person sich entfernt oder den Raum verlassen hat, die Diffamierung und das Geläster losgeht. Man könnte auch von mangelnder Aufrichtigkeit, oder, auf den Punkt gebracht, von Falschheit sprechen. Die Indianer bezeichneten alle, die lügen, Widersprüchliches von sich geben oder immer das sagen, was der andere hören will, als Menschen mit gespaltener Zunge. Der Begriff „Doppelzüngigkeit“ geht in die gleiche Richtung.

Im Job geht es manchmal nicht anders

Während des Berufsalltags lassen sich zwei Gesichter nicht immer vermeiden. Einen Kunden, der ständig nervt und über alles meckert, kann man nicht mit den eigenen Gedanken konfrontieren. Auch wenn es schwerfällt, muss er mit Freundlichkeit behandelt werden. Ihm sagen, er sei ein Querulant, den man am liebsten auf den Mond schicken möchte, hätte womöglich die baldige Beendigung des Arbeitsplatzes zur Folge. Im Job sind zwei Gesichter entschuldbar, weil es hin und wieder wirklich nicht anders geht. Im privaten Bereich gelten jedoch andere Regeln.

Bei Falschheit auf Distanz gehen

Lästermäuler können es einfach nicht lassen. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, wird losgewettert, natürlich nur, wenn die Person, um die es geht, nicht anwesend ist. Mal ehrlich: Strahlen solche Menschen Sympathie aus? – Möchte man sie als Freunde haben? – Kann man ihnen vertrauen? – Wohl eher nicht. Dass man manche Personen weniger und dafür andere mehr mag, ist vollkommen normal. Aber denen, die einem nicht sympathisch sind, Honig ums Maul schmieren, und wenn sie weggehen gleich über sie herziehen, geht gar nicht. Ein solches Verhalten fällt unter Falschheit, insbesondere wenn auch noch Hinterlist und Verleumdungen hinzukommen. Leider fällt Falschheit nicht immer gleich auf. Wird sie jedoch entlarvt, empfiehlt sich Distanz. Personen mit zwei Gesichtern verursachen nur Ärger. Weshalb sich so etwas antun?

ohne zwei Gesichter Eigentlich reicht ein Gesicht vollkommen aus, denn mit zwei Gesichtern sind Schwierigkeiten vorprogrammiert.

Authentizität kann nur mit Ehrlichkeit gelingen. Jeder lässt sich einmal dazu hinreißen, über jemand anderen zu schimpfen, wobei der Ärger bei der betreffenden Person besser aufgehoben wäre. Wenn es sich um einen Menschen handelt, der als total unsympathisch empfunden wird, sollte zumindest das Schöntun bei dieser Person unterbleiben. Lässt sich der Kontakt nicht vermeiden, beschränkt sich die Kommunikation idealerweise nur auf einer sachlichen Ebene.

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